
Der Betrieb einer Hütte mit Tagestourismus ist sehr wetterabhängig. An sonnigen Wochenenden besuchen bis zu 300 Personen unsere Terrasse. Im Gegenzug sind wir unter der Woche, bei Regen oder sogar Schnee, alleine auf 2273 m ü. M. Wir versuchen, unser Personalbedarf und das Speiseangebot den Wettervorhersagen anzupassen. Leider ist dies nicht immer ganz einfach.
Die Leglerhütte wurde im Sommer 2007 umgebaut. Strom produzieren wir autonom mit einer Photovoltaik-Anlage (Solar) auf dem Dach und, als erste SAC-Hütte, mit einem Blockheizkraftwerk. Dieses generiert Strom und nutzt die Abwärme des Aggregates zur Erhitzung des Heiz- und Brauchwassers.
Als Brennstoff benötigt es Rapsöl, das, nebst dem Transport, CO2 neutral ist und auch bei Verschüttung keinen Schaden an der Umwelt anrichtet. Ebenfalls neu ist die WC Anlage die sich im Hausinnern befindet und mit einem ausgeklügelten System die Fäkalien trocknet.
Die Toiletten funktionieren ohne Wasser und schonen dadurch die Umwelt. Das Wasser beziehen wir im Sommer aus einem Kilometer Distanz. Im Winter sind wir auf Schmelz- und Zisternenwasser angewiesen.
Der Gastraum der Hütte wird mit Holz geheizt. Ebenfalls mit Holz wird einer der Küchenherde befeuert. Das einheimische Holz fliegen wir jeweils im Herbst zur Hütte hoch, sagen und spalten es. Holz gibt ja bekanntlich mehrmals warm, die Arbeit damit macht aber auch Freude!